Wladigeroff Band - Pressestimmen

"Der Auftritt der Formation um die bulgarischen Zwillingsbrüder Alexander und Konstantin Wladigeroff war einer der musikalischen Höhepunkte des "Inselsommers ". Vor zwei Jahren gründeten die beiden in Wien lebenden Musiker ihre Band, die auf faszinierende Weise die musikalischen Welten der bulgarischen Folklore und des modernen Jazz zusammenführt.

Ergänzt durch den türkischen Perkussionisten Turgay Ucar, der gemeinsam mit Schlagzeuger Duchan Novakov ein dichtes rhythmisches Geflecht wob, und ihren Landsmann Dimitar Karamitev, der auf der bulgarischen Hirtenflöte Kaval oszillierende Melodielinien intonierte, kreierten die Wladigeroffs einen im 5/4- oder 9/8-Takt groovenden Gruppensound. Dazu gab es überaus intelligente Improvisationen der Solisten.

Alexander Wladigeroff glänzte auf Flügelhorn und Trompete mit schmelzendem, sehnsüchtigem Ton und transparent formulierten Linien, während sein Bruder Konstantin auf dem elektronischen Klavier boppig-hitzige Phrasen spielte und mit seiner rechten Hand kraftvolle rhythmische Akzente setzte. Große Intervallsprünge und Verdichtungen kennzeichneten das Spiel der Sopransaxophonisten Andrej Prozorov, rhythmische Präzision und erdiger Groove die Begleitung des Bassisten Philipp Moosbrugger."

18.7.2006, Rheinpfalz

"Moderner Balkan-Jazz mit Folklorewurzeln

Die Musik Bulgariens wird nur selten als Beitrag zur Entwicklung des Jazz gewürdigt. Unkenntnis und Mangel an Hörgelegenheiten verleiten zu dieser Einschätzung. Wer virtuos gespielten Jazz aus der balkanischen Einflusssphäre hören wollte, musste daher mindestens bis nach Wien reisen.

Die Brüder Alexander und Konstantin Wladigeroff gründeten ein Quintett mit dem sie diese Wissenslücke bei uns nun schließen können. Gelegenheit bietet ihnen das diesjähreige "Inselsommer"-Fest am Strand der Ludwigshafender Parkinsel.

In kleinem, fast familiärem Rahmen spielt sich am Ufer des Rheins ein Klangspektakel ab, dessen Fröhlichkeit aus den mitgebrachten balkanischen Volkstänzen kommt, und das zwischendurch doch immer wieder eine fast meditative Konzertatmosphäre austrahlt. Trompeter, Alexander Wladigeroff und sein Bruder Konstantin am Piano kombinieren Spielfreude und Virtuosität schon auf mitreißende Art. Wenn aber Saxofonist Andrey Prozorov seine technisch höchst anspruchsvollen aber stets melodiösen Tonlinien in die Musik der Originalkompositionen mit einwebt, ist der Klang der Wladigeroff-Band so dicht und spannend, dass selbst das Stampfen vorbeiziehender Frachter in den Hintergrund tritt. Die charismatischen Frontleute könnten freilich ihre Musik kaum so souverön vortragen ohne jenen rhythmischen Unterbau der von Bassist Philipp Moosbrugger, Schlagzeuger Duchan Novakov und dem türkischen Derbouka-Virtuosen Turgay Ucar gelgt wird.

Im Gegensatz zur stilistischen Breite der anderen ist Dimitar Kararmiten mit seinem hölzernen Kaval auf die folkloristischen Stücke festgelget. Es liegt mehr am charakteristischen Flötenklang und den klischeehaften Vorstellungen, weniger an Karamitens Spielweise, dass hier Soundskizzen ländlicher Dorffeste entstehen. Einerseits dokumentieren die Musiker klanglich ihre kultururelle Herkunft, andererseits verankern sie mit den meist in ungeraden Metren gehaltenen Volkstänzen die anderen, modern arrangierten Kompositionen ihres Repertoires in der Wiedererkennbarkeit. Wer komplexe, teils in hächstem Tempo gespielte Jazz-Stücke derart souverän vorträgt, dem verzeihen selbst verbohrte Puristen den einen oder anderen Volkstanz. Die Band umd die Brüder Wladigeroff ist im musikalischen Spektrum hier zu Lande ein auffälliger Farbtupfer. Virtuos, eigenwillig und mit einer Spielfreude, die sich nicht nur hören lassen kann."

16.7.2006, Mannheimer Morgen

"Denn die Klangmagie von Trompete (Alexander Wladigeroff) schafft zwischen Abschied und Leben eine Brücke"

April 2003, Wiener Zeitung

"Für die Musik sorgt das sensationelle Wladigeroff Quintett"

25.02.2005, Die Presse

"Sowohl Dinevs Geschichten als auch die Jazzmusik des Wladigeroff Duo erzählen nicht nur von unbändiger Lebenslust sondern auch von zarter Wehmut"

Amadeus - St. Pölten

 

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