Franzobel, Maxi Blaha & Klaus Dickbauer - Pressestimmen
"Mit einem fulminanten, bissigen Programm quer durch die österreichische Seele eröffneten Maxi Blaha, Franzobel und Klaus Dickbauer die Spielsaison im Kulturhaus. „Wir sind die Vorhut der künstlerischen Standortfindung“, freute sich Franzobel, das neue Kulturhaus „entjungfern“ zu dürfen.
Maxi Blaha fand es toll, dass die Oberösterreichpremiere mit der Eröffnung eines neuen Kulturhauses verknüpft war.
„Enger“ heißt ja „euer“ meinte Franzobel und sinnierte im Smalltalk auch, die Programmgestaltung im neuen Kulturhaus nicht „enger“ sondern weiter zu sehen. Und das Programm setzte sich dann tiefsinnig mit den wirklich wichtigen Problemendes Lebens auseinander, von einer Hundstrümmerlpetition bis zur Tiroler Schöpfungsgeschichte, von einer Sisi-Moritat bis zu Heurigenliedern. Genial überzeichnet wurden die Texte durch die musikalische Ausgestaltung von Klaus Dickbauer. So bissig kann Sprache gar nicht sein, wie er mit dem Saxofon die österreichische Hymne interpretierte. Das Wort Inbrunst in seiner vollen Bedeutung ist da nur ein Hilfsbegriff.
Das Premierenpublikum war begeistert und steuert nun auf eine viel versprechende Zukunft zu.
Kritik anläßlich der Eröffnung des Kulturhauses in Engerwirtzdorf
"Lustvolle Kollisionen
Kaum einer hat sich zuletzt so leidenschaftlich und hartnäckig in des Österreichers Lieblingsthema verbissen und dabei so ergötzliche Wortbrocken hervorgewürgt wie Franzobel..... Die darauf klug abgestimmten klingenden Beiträge stammen von Trompeter Thomas Gansch, mit Mnozil Brass als Mann der wortlosen Pointen bekannt, und Saxofonist Klaus Dickbauer, im Booklet als "Williams-Birne des österreichischen Jazz" charakterisiert. Letzterer demonstriert zudem, dass die Deutungsmöglichkeiten der Bundeshymne noch immer nicht ausgeschöpft sind....."
Der Standard
"...Franzobel und Maxi Blaha sorgten mit einer genialen Mischung aus Kabarett, Wortakrobatik und hoher Literatur für die richtige Schärfe und Klaus Dickbauer verfeinerte mit Jazz und experimentellen Klängen. Keinesfalls fehlen durfte bei der „Himmel-Eierspeis“ des furiosen Trios die Schöpfungsgeschichten aus aller Welt, welche nicht nur sprachlich genial vorgetragen wurden, sondern auch inhaltlich Schlag auf Schlag das Publikum begeisterten."
NÖN
"... Schonkost darf man sich keine erwarten, denn die Texte nehmen hinterfotzig die sattsam bekannte österreichiche Seele aufs Korn Das ,,Blunzengröstml" mutiert in einer köstlichen Silbenspielerei zum ,,Kistlbrunzen",
die heimliche Wiener Hymne deklariert sich als,,Hundstrümmerlpetition", die ermordete Kaiserin bekommt in der ,,Sisi-Moritat" ihr Fett ab.
Fazit: ein verlockendes, kreatives Gericht!"
Oberösterreichische Nachrichten
"....Unter dem Titel "Der Himmel is a Eierspeis - Ein schräger Österreichabend" zogen die beiden der österreichischen Seele erbarmungslos die Lederhose aus und brachten ihr Publikum zum Lachen.
Das kongeniale Bühnentrio perfekt machte Jazzsaxophonist Klaus Dickbauer, der seine (Blas)-Instrumente fast im Fünf-Minuten-Takt wechselte und Bundeshymne, Kufsteinlied und anderen "Heiligkeiten" eine einzigartig jazzige Note verpasste.
Das Publikum amüsierte sich köstlich über die Franzobelschen Sprachexperimente - vom Kanon "Blunzengröstl essen - Kistlbrunzen müssen" über die Moritat an Karl-Heinz Grasser bis hin zum schonungslos schräg vorgetragenen japanischen Weihnachtslied."
Kleine Zeitung
".... die schönsten Momente des Programms „Der Himmel is a Eierspeis“ bei den Wiener Wochen. Mal geht es um die Namen der Torten und Fleischkäse, die ein Wiener verschlingt, wenn der Tag lang ist. Mal sind es Getränke, mit denen er sie hinunterspült, zum Beispiel Eierlikör.
Diese Listen werden zu boshaft funkelnden Poemen, überhaupt strahlt alles voller Ironie bei den beiden, als Dritter an ihrer Seite Gerd Rahstorfer, der lässig Trompete spielt, zwischen den Lauten, darunter und darüber. Franzobel, ein legitimer Erbe der Wiener Gruppe,...."
Stuttgarter Nachrichten
"....in Stuttgart hat Franzobel Maxi Blaha mitgebracht, die hauptberuflich als Schauspielerin arbeitet und deshalb imstande ist, tiefsinnigen Sätzen den richtigen Drive zu geben: „Das ist das Schöne an Österreich, dass schon die Schulkinder lernen, wie schön Österreich ist – damit sie es ja nie vergessen“, deklamiert also Maxi Blaha, und man sieht die Zeilen förmlich leuchten im allerschönsten Schönbrunnergelb.....
Dieses Trio versprüht Musik auch dort, wo man eigentlich nur Text erwartet.
.....Irgendwann singt er dann tatsächlich und kontrastiert so aufs Bizarrste den Vortrag seiner Verlobten, die auch in dieser Disziplin firm ist und außerdem auf
Kommandorülpsen kann. Und plötzlich lugt das Grauen hinter all der Liebenswürdigkeit hervor – vergnüglich zwar, aber auch bitterböse, grad so, wie manche glauben, dass das üblich sei in Wien. Dort lebt Franzobel mittlerweile, dort mischt er seinem skurrilen Realismus die abseitigsten Sprachspielereien bei. Einmal klingt es so, als lese er auf Chinesisch. Aber das ist nur einer seiner vielen hintergründigen Tricks."
Stuttgarter Zeitung
"Österreichische Sprachkomik ....Blaha variiert zwischen ausgebildeter Sprechstimme in Hochdeutsch und österreichischen Schmähdialekten. Ihre Charakterisierung der Kaiserin Sissi im Gefälle zwischen deren flachen Busen und der Busenliebe österreichischer Herrscher gerät zur satirischen Sissi-Demontage. ...eine köstlich französische Schöpfungsgeschichte, in einer herrlich gutturalen Tiroler Variante wird Hansi Hinterseer zum Noah von Tirol..."
Passauer Neue Presse
